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Stand: 24.10.2018

Pressemitteilung

"Nur eine Wohnung"

Unterstützung für Maria und Josef

Kein Obdach, kein Geld, die Strapazen einer langen, beschwerlichen Reise und das Handicap einer fortgeschrittenen Schwangerschaft: Die Situation des biblischen Paares ist in mancher Hinsicht durchaus mit der heutiger Flüchtlinge vergleichbar. Der wesentliche Unterschied ist das stark ausgebildete Gemeinwesen unserer Tage. So treffen Maria und Josef, begleitet durch ihren treuen Esel Paul, gleich bei ihrer ersten Anlaufstelle im Unnaer Rathaus auf konkreten Beistand. Rainer Viertmann, zuständig für die städtischen Unterkünfte, hat gute Nachrichten für das Paar in Not. Wer in Unna ohne Obdach ist, könne sofort in einer Gemeinschaftsunterkunft unterkommen, bis die weiteren Schritte geregelt sind, erklärt Rainer Viertmann. "Und im besonderen Fall eines Paares, das gerade ein Kind erwartet, würden wir auch die Unterbringung in einer geschlossenen Wohneinheit hinbekommen", sagt der Mitarbeiter der Stadt Unna. Bürokratische Erfordernisse würden in diesem Fall erst mal hintenan gestellt, so Viertmann.

Maria und Josef Gruppenbild

 

Ähnlich unkompliziert stellt sich die Soforthilfe des Katharinen-Hospitals dar, das Maria und Josef mit ihrem Esel als nächstes aufsuchen. "Natürlich würden wir die schwangere Frau sofort aufnehmen und alles für eine reibungslose Entbindung tun", erklären der Pflegedirektor Ralf Effmert und der kaufmännische Direktor Thorsten Roy. Für die ersten Tage stehe auch ein Apartment zur Verfügung, in dem die junge Familie gemeinsam unterkommen könne. Gleichzeitig würde sich der Sozialdienst des Krankenhauses um anschließende Hilfen bemühen.Auch außerhalb der institutionellen Hilfssysteme erfahren Maria und Josef Unterstützung. Ein Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt versorgt Esel Paul spontan mit Möhren, und eine Wurstwarenhändlerin versichert dem Paar, bei echter Not immer zu helfen.

Zuletzt suchen Maria und Josef die Katharinen-Kirche auf und sprechen mit Pfarrer Paul Mandelkow, der die selbstverständliche Hilfsbereitschaft gegenüber wohnungslosen Menschen betont und sich wünscht, dass Kirche und Caritasverband in Kooperation neue Unterkünfte für Menschen in Not schaffen.

So stimmt die neuzeitliche Version des biblischen Paares in Unna dank großer Hilfsbereitschaft zuversichtlich.

Mit der ungewöhnlichen Aktion beenden der Caritasverband für den Kreis Unna, das Frauenforum im Kreis Unna und das Diakonische Werk Dortmund-Lünen ihre in Kooperation organisierte, seit Juni laufende Kampagne für bezahlbaren Wohnraum. Mehr Informationen zur Kampagne sind weiterhin unter www.nur-eine-wohnung.de zu finden.

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